blockupy 2015


                                                  Erlebnisbericht

Brennende Barrikaden und Autos, verletzte Polizisten, Gewalt, krawallmachende Autonome . . .  die Liste der Vorwürfe des blockupy-Bündnisses in diesem Jahr ist lang.

Zum einen stürtzen sich die Massenmedien auf die Bilder der brennenden Polizeiautos, zum anderen redet die Polizei von extremen Ausschreitungen, mit der man schon gerechnet habe.

Ach. -Und mit 10 000 Polizisten, 100 Kilometer Nato-Draht und allen zur Verfügung stehenden Wasserwerfern nicht wirklich zur Deeskalation beigetragen!

 

Es musste so etwas passieren, es musste zu Ausschreitungen kommen, sonst hätte sich die Staatsgewalt vollends blamiert, wenn man eingestehen müsste, das die Vorsichtsmaßnahmen zu teuer und eigentlich völlig umsonst waren, man hätte die Botschaft der über 20 000 Menschen zulassen müssen.

 

Natürlich lehne ich jede Form der Gewalt, bei der vielleicht Menschen verletzt werden könnten ab! Dass Brandsätze auf vollbesetze Polizeiwagen geschmissen werden, finde ich schrecklich!

Doch die Wut der Demonstranten ist für mich verständlich.

Viele Menschen sind aus Italien, Frankreich, Griechenland und Spanien angereist, um ihrer Wut mal Luft zu machen, gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten zu tanzen, singen und auf die Straße zu gehen.

Auf was treffen sie? - Den größen Polizeieinsatz in der Geschichte der Stadt Frankfurt!

"Es gab Ausschreitungen die verurteilt wurden, aber warum brauchen wir Distanzierungen? Vielleicht, weil sie Mode sind? Vielleicht müssen wir uns auch von unserer Regierung distanzieren?! Mal versuchen: Hiermit distanziere ich mich als Staatsbürger Deutschlands von der Politik Merkels(...), die zu tausenden toten Flüchtlingen im Mittelmeer führt, zur Massenverarmung, Polizeistaatsstrukturen, (...) medizinischer Unterversorgung, erhöhter Selbstmordrate, 50 Prozent Jugendarbeitslosigkeit, der Politik, die eine Generation in Europa schafft, die nur Perspektivlosigkeit kennt." (Daniel Kerekes, Die Freiheitsliebe)